Jamling Tenzing Norgay: Mann, Mythos, Legende

ERLEBEN SIE DEN BERGSTEIGER UND AUTOR, JAMLING TENZING NORGAY, SOHN VON TENZING NORGAY, HAUTNAH

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Jamling Tenzing Norgay steht jeden Morgen, vor dem Sonnenaufgang in Darjeeling über den grünen Ausläufern des indischen Himalayas, auf. Dann begibt sich der erfahrene Bergsteiger und New York Times-Bestsellerautor der Memoiren „Touching My Father's Soul“ von 2001, mit seiner Frau Soyang auf seinen rituellen Spaziergang (insgesamt 16 Kilometer pro Tag), gefolgt von einer dreistündigen Tennis-Session. Kurz gesagt, gesund und fit zu sein ist ein fester Bestandteil für den in Darjeeling geborenen und ansässigen Nepali, dessen Lebensaufgabe es ist, die Berge zu erkunden.

Das Hochgebirge ist ihm vertraut, Norgays Gebirgsaffinität liegt in seiner DNA. Er ist nicht nur der Sohn von Tenzing Norgay, dem legendären Vorreiter, der am 29. Mai 1953 als erster den Mount Everest mit Sir Edmund Hillary bestieg, sondern stammt auch von den Sherpas ab, einem alteingesessenen Stamm aus dem hohen Himalaya, der vor 500 Jahren aus Tibet in das Khumbu-Tal im Osten Nepals einwanderte.

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„Wir Sherpas glauben, dass das Gebirge ein heiliger Ort ist. Bergsteigen ist für uns keine Freizeitbeschäftigung oder Sport ... es ist eine Lebensphilosophie.“

„Bis zu dem Tag, an dem mein Vater den Gipfel des Everests erreichte, wusste niemand, was ein Sherpa ist“, erzählt Jamling Bally. „Häufig wurde Sherpa für einen Beruf, eine Bezeichnung für Bergführer gehalten, nicht für eine Kultur oder eine ethnische Gruppe. Noch heute kennen die Leute selten die Bedeutung von Sherpa, also versuche ich mein Bestes, um sie zu sensibilisieren.“ „Ich denke, die Menschen kommen wegen der Schönheit des Himalayas – zu den höchsten Bergen der Welt“, fügt Jamling hinzu. „Sie vergessen dabei, dass die Schönheit nicht in den Bergen, sondern in der Kultur liegt. Wir Sherpas glauben, dass das Gebirge ein heiliger Ort ist. Bergsteigen ist für uns keine Freizeitbeschäftigung oder Sport ... es ist eine Lebensphilosophie.“

Jamling folgte den Spuren seines Vaters und bestieg 1996 erstmals den Everest im Rahmen der IMAX-Expedition während einer gefährlichen Bergsteigsaison, die von einem verheerenden Schneesturm geprägt war. Der IMAX-Film, der die Ereignisse rund um die Tragödie festhält, und Jamling wurden zu einem globalen Phänomen, vergleichbar mit Tenzing Norgay und Sir Edmund Hillary selbst.

„Mein Vater war mein größtes Vorbild“, erzählt Jamling. „Er war mein Held. Der Aufstieg zum Everest war für mich mehr eine Pilgerreise für mich. Ich sah es nicht als Herausforderung an. Von Kindesbeinen an träumte ich davon, diesen Berg zu besteigen. Es sollte ... eine Erkenntnis für mich selbst, meinen Vater und unseren Sherpa-Glauben werden.“

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„Den Everest zu besteigen war für mich eher eine Selbsterfahrung ... ich habe viel über mich, meinen Vater und unserem Sherpa-Glauben gelernt.“

Heute führt Jamling Gruppen zu den Gipfeln der Welt und trägt mit seinem Abenteuerreisebüro Tenzing Norgay Adventures dazu bei, das kulturelle Bewusstsein für Sherpas auf der ganzen Welt zu stärken. Er unterstützt mit der Tenzing Norgay Sherpa Foundation Gemeinden vor Ort und im Himalaya, einschließlich Bildungs- und Stipendienmöglichkeiten, verbesserte Gesundheitsversorgung und Umweltschutz. „Der Everest ist erst der Anfang“, resümiert er. „Wir müssen uns neuen Herausforderungen stellen.“